Gartenmöbel aus Bambus

Moderne Gartenmöbel werden heute immer noch oft aus Teak-, Eukalyptus- oder anderem Tropenholz gefertigt. Trotz aller möglicher Zertifizierungen ist das aus ökologischer Sicht katastrophal. Denn Plantagen oder gar der Einschlag in intakte Regenwaldsysteme richten großen Schaden an, der meistens irreparabel ist. Ganze Regionen wurden in der Vergangenheit schon auf diese Art zugrunde gerichtet.Eine Alternative die sich wachsender Beliebtheit erfreut ist der Werkstoff Bambus.

Der Bambus (Chin. Zhú 竹) ist eine überaus faszinierende Pflanze. Obwohl manche Arten bis zu 40 Meter hoch werden, gehört er zu den Gräsern, genauer gesagt zu einer Unterfamilie der Süßgräser (Poaceae), zu denen auch der Mais zählt.

Seine Stämme sind also eigentlich Halme. Heimisch ist der Bambus fast auf der ganzen Welt, bis auf Europa und der Arktis. Wobei einer Ansiedlung der winterharten Sorten in Europa nichts im Wege steht, was auch seine steigende Beliebtheit als Gartenpflanze beweist.

Obwohl der Bambus überaus schnell wächst, einige Arten lassen schon nach wenigen Jahren eine Ernte zu, benötigt er nur wenig Wasser und keine chemischen Dünger oder Pflanzenschutzmittel. Der Anbau, auch in größerem Stil, lässt sich also sehr umweltschonend gestalten und ist darüber hinaus sehr wirtschaftlich.

Aus den Halmen lassen sich mittlerweile modernste Plattenwerkstoffe fertigen, die auch im Innenraum zunehmend für Fußböden oder ganze Einrichtungen verwendet werden. Durch seine feine und sehr edel wirkende Maserung genügt er dabei höchsten Ansprüchen.

Auch im Gartenbereich wird er zunehmend eingesetzt. Wird das Material vor Feuchtigkeit geschützt, durch korrekte Verarbeitung und Versiegelung, steht es in Puncto Vielseitigkeit und Widerstandsfähigkeit selbst den härtesten Tropenhölzern in nichts nach.

Zudem sorgt er für eine willkommene Auflockerung im fast schon langweiligen Teak- und Eukalyptus Einheitsdesign.

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