Bonsais – die kleinen Bäume machen jeden Garten zu einer Miniaturlandschaft

Blaue-Mädchen-Kiefer

Blaue-Mädchen-Kiefer

Bonsai-Bäume zaubern aus einfachen Gärten kleine Miniaturlandschaften, die ihre Besitzer zum Verweilen und Träumen einladen. Die in einem Pflanzgefäß gezogenen Bäume werden durch verschiedene Maßnahmen, wie einer speziellen Drahtung und Wurzelschnitten, am normalen Wachstum gehindert. So entstehen kleine Bäume, die in ihren Formen und in ihrer Schönheit vergleichbar mit ihren großen Verwandten sind. Stämme und Äste der Bonsais werden künstlerisch gestaltet und in die gewünschte Wuchsform gebracht. Bei entsprechend guter Pflege können sie mehrere hundert Jahre alt und sehr wertvoll werden.
Landschaftsgemälde der klassischen chinesischen Malerei spielen als Vorlage eine wichtige Rolle bei der Bonsai-Gestaltung. Bonsais kommen ursprünglich aus Japan und werden dort im Garten oder in einer besonderen Zimmernische aufgestellt. Ein wichtiges Gestaltungselement sind sie insbesondere in japanischen Zen-Gärten. Das Besondere an diesen Gärten ist, dass in ihnen reale Landschaften nachempfunden werden. Auch in Deutschland wirken die Miniaturbäume am besten, wenn sie in eine Naturlandschaft eingefügt werden. Hierbei spielen Kiesformationen, die fließendes Wasser nachempfinden sollen, eine wichtige Rolle, aber auch japanische Steinelemente, wie Lampen oder Skulpturen, fügen sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Besonders bizarr geformte Bonsais passen zu zerklüfteten Felslandschaften, harmonisch geformte Laubbaume wirken in kleinen Gruppen wie Miniaturwälder.

Als Bonsais lassen sich viele verschiedene Baumarten kultivieren. Hierzulande sind einheimische Bäume besonders beliebt, da sie am besten mit den hiesigen Witterungsverhältnissen zurechtkommen und damit widerstandsfähiger als ihre exotischen Kollegen sind. Für eine individuelle Gestaltung sind sie in vier verschiedenen Wuchshöhen erhältlich. Hainbuche (Carpinus betulus) und Rotbuche (Fagus sylvatica) sind mit einem Preis ab 313,00 Euro die günstigsten Vertreter der einheimischen Baumarten. Ist man bereit, etwas mehr Geld auszugeben, können Berg-Kiefer (Pinus mugo „Gnom“), Dreh-Kiefer (Pinus contorta), Strauch-Wald-Kiefer (Pinus sylvestris „Watereri“), Krummholz-Kiefer (Pinus mugo mughus), Feldahorn (Acer campestre), Kornelkirsche (Cornus mas) oder das Pfaffenhütchen (Euonymus alatus) interessant sein. Sie alle liegen preislich zwischen 395,00 und 640,00 Euro. Für sehr anspruchsvolle Liebhaber dieser kleinen Bäume sind die Adlerschwingen-Eibe (Taxus baccata „Dovastoniana“) und die Blaue-Mädchen-Kiefer (Pinus paraviflora „Glauca“) mit einem Preis zwischen 1075,00 und 1300,00 Euro geeignet. Bei der Standortwahl für Bonsais aus einheimischen Baumarten sollte der natürliche Standort ihrer wilden Verwandten berücksichtigt werden.

Doch auch Baumarten aus fernen Ländern finden dank ihres besonderen Erscheinungsbilds hierzulande viele Liebhaber. Japanische Hülse (Ilex crenata), Japanische Hülse – Convexa (Ilex crenata „Convexa“) und Japanische Hülse – Rotundifolia (Ilex crenata “Rotundifolia”) fühlen sich auch im europäischen Klima wohl und verhelfen mit Preisen zwischen 294,00 und 385,00 Euro vielen Gartenliebhabern zu einem original japanischen Zen-Garten.

Um an Bonsais möglichst lange Freude zu haben, sollten einige Pflegehinweise beachtet werden. Ein optimaler Boden, der humushaltig und wasserdurchlässig sein sollte, bietet eine gute Voraussetzung dafür. Außerdem sollte der Boden regelmäßig in einer Stärke von 3-7 cm gemulcht werden. Das Wässern des Bonsais im Garten ist normalerweise nicht notwendig, nur bei langer Trockenheit sollten zusätzliche Wassergaben erfolgen. Dagegen sollte zweimal im Jahr gedüngt werden. Im Winter benötigen Bonsais keine besondere Pflege, man sollte sie lediglich als Schutz vor dem ersten Frost gut wässern und mulchen.
Beachtet man diese wenigen Pflegemaßnahmen, werden die Miniaturbäume ihren Besitzern lange Gartenfreuden bereiten.

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